Ein Kfz-Sachverständigenbüro erstellt Schadengutachten weiterhin selbst – aber der zeitaufwendige Weg von der Schadenaufnahme bis zum fertigen Kalkulationsentwurf läuft automatisiert im Hintergrund. Die fachliche Verantwortung bleibt vollständig beim Sachverständigen.
Nach jeder Schadenaufnahme steht im Sachverständigenbüro derselbe Ablauf an: Fahrzeugdaten prüfen, Schadenfotos sichten, Ersatzteile und Arbeitspositionen im Kalkulationssystem zusammenstellen, Reparaturwege gegeneinander abwägen und daraus ein belastbares Gutachten formulieren.
Fachlich ist das anspruchsvolle Arbeit. Der überwiegende Teil des Zeitaufwands entfällt aber nicht auf die fachliche Bewertung, sondern auf Zusammentragen, Übertragen und Nachschlagen – Daten aus der Gutachtensoftware, aus dem Kalkulationssystem, aus Herstellervorgaben und aus den eigenen Fotos.
Dieser Teil ist wiederkehrend, regelbasiert und damit automatisierbar – ohne dass die fachliche Einschätzung des Sachverständigen ersetzt oder verwässert wird.
Vier Punkte, die den Ablauf im Alltag teuer gemacht haben – unabhängig davon, wie gut gearbeitet wurde.
Gutachtensoftware und Kalkulationssystem sprechen nicht automatisch miteinander. Fahrzeug- und Schadendaten werden mehrfach von Hand übertragen – jedes Mal eine potenzielle Fehlerquelle.
Bevor die Bewertung beginnt, ist bereits erhebliche Vorarbeit erledigt worden: Daten sammeln, Fotos sortieren, Positionen suchen. Diese Vorarbeit ist bei jedem Schaden nahezu identisch.
Mehr Aufträge bedeuten proportional mehr Verwaltungsaufwand. Wachstum ist damit direkt an zusätzliche Arbeitszeit gekoppelt statt an die verfügbare Fachkompetenz.
Welche Reparaturleitfäden und Prüfschritte herangezogen werden, entscheidet sich im Einzelfall. Ein strukturierter, immer gleicher Vorbereitungsstandard fehlt.
NA-Workflow hat einen durchgehenden Workflow entwickelt, der zwischen Gutachtensoftware und Kalkulationssystem vermittelt und den kompletten Vorbereitungsteil übernimmt: Daten abrufen, Schadenfotos KI-gestützt analysieren, Kalkulationsdaten aus dem Fachsystem ziehen und daraus einen strukturierten Kalkulationsentwurf erzeugen.
Entscheidend ist die Abgrenzung: Der Workflow erzeugt einen Entwurf, keine Freigabe. Preise und Kalkulationswerte stammen ausschließlich aus dem angebundenen Fachsystem – die KI formuliert und strukturiert, sie erfindet keine Beträge. Nichts verlässt das Haus, bevor der Sachverständige den Entwurf geprüft und freigegeben hat.
Erst nach dieser Freigabe schreibt der Workflow die Ergebnisse zurück in die Gutachtensoftware. Damit bleibt die Haftung dort, wo sie hingehört: beim Sachverständigen.
Stand des Projekts: Der Workflow ist vollständig entwickelt und umfasst 65 technische Prozessschritte. Die Anbindung an die Gutachtensoftware ist umgesetzt, die Anbindung an das Kalkulationssystem erfordert eine Schnittstellenpartnerschaft mit dem Anbieter, die derzeit läuft. Der Go-Live erfolgt nach deren Freigabe. Es werden hier bewusst keine Ersparnis- oder ROI-Zahlen genannt, solange sie nicht aus dem Produktivbetrieb belegbar sind.
Jeder Schritt im Überblick – ohne Fachbegriffe. Schritte mit heller Markierung bleiben bewusst beim Menschen.
Der Sachverständige nimmt den Schaden wie gewohnt in der Gutachtensoftware auf. Damit startet der Workflow – ohne zusätzlichen Handgriff.
AuslöserDer Workflow liest Auftrag, Fahrzeugidentifikation und Schadenfotos über die Schnittstelle der Gutachtensoftware aus.
Über die Fahrzeugidentifikationsnummer werden Modell, Ausstattung und die passenden Kalkulationsdaten im Fachsystem ermittelt.
Die Bilder werden auf sichtbare Schadenbilder, betroffene Bauteile und Schadenumfang hin analysiert und strukturiert beschrieben.
Arbeitspositionen, Ersatzteile und Reparaturleitfäden werden aus dem Kalkulationssystem übernommen – als geprüfte Fachdaten, nicht als Schätzung.
Aus allen Bausteinen entsteht ein strukturierter Entwurf mit Begründung je Position. Beträge stammen ausschließlich aus dem Fachsystem.
Der Sachverständige sieht den vollständigen Entwurf, korrigiert bei Bedarf und gibt frei. Ohne diesen Schritt geht der Prozess nicht weiter.
Freigabe zwingendDie freigegebenen Positionen werden zurück in die Gutachtensoftware geschrieben – das Gutachten wird dort finalisiert.
Wir setzen auf die Systeme, die im Unternehmen bereits im Einsatz sind, statt einen Systemwechsel zu verlangen.
Auftrags- und Gutachtenverwaltung. Anbindung über die dokumentierte REST-Schnittstelle.
Fahrzeugidentifikation und Kalkulationsdaten als fachliche Datenbasis.
Steuert den gesamten Ablauf, Fehlerbehandlung und Wiederholungslogik.
Speichert Entwürfe, Zwischenstände und den Freigabestatus revisionssicher.
Wertet Schadenfotos aus und formuliert Begründungen – ohne eigene Preisannahmen.
Was der automatisierte Ablauf im Unternehmen bewirkt – betriebswirtschaftlich, nicht technisch betrachtet.
Der Sachverständige steigt beim fertigen Entwurf ein, statt Daten zusammenzutragen. Die Fachzeit fließt in die Bewertung, nicht in die Recherche.
Kein Gutachten verlässt das Haus ohne persönliche Freigabe. Die Automatisierung bereitet vor – entschieden wird vom Menschen.
Der Vorbereitungsaufwand pro Schaden bleibt konstant, unabhängig davon, wie viele Aufträge parallel laufen.
Jeder Schaden durchläuft dieselben Prüf- und Rechercheschritte. Der Vorbereitungsstandard wird unabhängig von Tagesform und Auslastung.
Jeder Zwischenstand wird gespeichert. Es ist jederzeit belegbar, auf welcher Datenbasis ein Entwurf entstanden ist.
Weil die Vorbereitung parallel im Hintergrund läuft, verkürzt sich die Zeit zwischen Schadenaufnahme und versandfertigem Gutachten.
Sieben Schritte laufen ohne manuellen Eingriff. Ein Schritt ist bewusst manuell gehalten: die fachliche Freigabe des Kalkulationsentwurfs.
Der Automatisierungsgrad beschreibt die Prozessschritte im Workflow – keine Zeitersparnis. Belastbare Zeitwerte lassen sich erst nach dem Produktivbetrieb messen und werden hier nicht vorweggenommen.
Für die Entscheidung über den Prozess ist dieser Abschnitt nicht nötig – für die technische Bewertung schon.
Der Workflow ist in n8n umgesetzt und besteht aus 65 Knoten. Er ist ereignisgesteuert: Auslöser ist ein neu angelegter beziehungsweise aktualisierter Gutachtenauftrag in der Gutachtensoftware.
Nein. Der Workflow übernimmt die Vorbereitung – Daten zusammentragen, Fotos auswerten, Kalkulationsdaten ziehen und strukturieren. Die fachliche Bewertung und die Freigabe bleiben vollständig beim Sachverständigen. Ohne dessen Freigabe wird kein Ergebnis in das Gutachten zurückgeschrieben.
Nein, und das ist technisch abgesichert. Alle Kalkulationswerte stammen aus dem angebundenen Fachsystem. Das Sprachmodell strukturiert und begründet die Positionen, hat aber keine Berechtigung, Beträge zu erzeugen oder zu verändern.
Grundsätzlich ja. Entscheidend ist, ob das eingesetzte System eine Schnittstelle anbietet. Wir prüfen das im Rahmen der Potenzialanalyse und passen den Workflow an die vorhandene Systemlandschaft an, statt einen Systemwechsel zu verlangen.
Das hängt vor allem von der Verfügbarkeit der Schnittstellen ab. Der technische Aufbau ist in der Regel der planbare Teil; die Freigabeprozesse der Softwareanbieter bestimmen den Zeitpunkt des Go-Lives. In der Potenzialanalyse klären wir beides vorab.
Fehlgeschlagene Aufrufe werden automatisch wiederholt. Bleibt ein Schritt erfolglos, markiert der Workflow den Vorgang als unvollständig und meldet ihn, statt einen lückenhaften Entwurf zu erzeugen. Der bisherige manuelle Weg bleibt jederzeit nutzbar.
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